Aktuelles

Welthospiztag 2021:

„Leben! Bis zum Schluss“

 

Am 9. Oktober ist Welthospiztag, der in diesem Jahr unter dem Motto ‚Leben! Bis zum Schluss‘ steht – als Anlehnung an die Kernaussagen der Hospiz- und Palliativarbeit. Der jährliche Welthospiztag will die Aufmerksamkeit für hospizliche und palliative Belange erhöhen und dafür sensibilisieren, was Hospizarbeit und Palliativversorgung am Lebensende leisten können.

In den vergangenen Corona-Monaten hat die Begleitung Schwerstkranker eine besondere Bedeutung erfahren. Auch das Umfeld Sterbender hat die Pandemie vor erhebliche Herausforderungen und psychische Belastungen gestellt, als Pflegeeinrichtungen und Kliniken nicht betreten werden durften oder Trauerfeiern im engsten Kreis stattfinden mussten.

Die Hospiz- und Palliativbewegung versucht in der Zeit des Abschieds, Sterbenden Lebensqualität, Würde und Autonomie zu geben. So kann durch hospizliche Begleitung und palliative Versorgung die Angst vor Schmerzen, dem Alleinsein oder dem Gefühl, anderen eine Last zu sein, genommen werden. Dies ist umso wichtiger im Hinblick auch auf die Debatte um organisierte Hilfen zum Suizid und der assistierten Selbsttötung. Zentrale Forderungen der Hospiz- und Palliativarbeit sind daher vor allem ein Ausbau der Suizidprävention und der Beratung zur palliativen Versorgung.

Auch in Schleswig-Holstein laden rund um den Welthospiztag verschiedene, regionale Einrichtungen aus dem Hospiz- und Palliativbereich zu unterschiedlichen Veranstaltungsformaten, zum Kennenlernen, zur Information und zum Austausch ein. Eine Auswahl hierzu kann unter Übersicht – Welthospiztag 2021 – 9_Oktober – Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein abgerufen werden.

Der Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein e.V. ist Dachverband und Interessenvertretung der Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Schleswig-Holstein, in denen sich viele hundert Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren. 2017 wurde die Landeskoordinierungsstelle Hospiz- und Palliativarbeit Schleswig-Holstein in Kiel eröffnet.

 

 

 

Der Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein e.V. (HPVSH) ist mit seiner Landeskoordinierungsstelle Hospiz- und Palliativarbeit Schleswig-Holstein zum 1. Juli 2020 umgezogen.

Ab sofort sind wir erreichbar in der Burgstraße 2, 24103 Kiel.

Unsere neuen Nummern lauten:

Telefon: 0431 – 90 88 55 0

Fax: 0431 – 90 88 55 29.

Oder senden Sie uns alternativ auch gern eine Nachricht an info@hpvsh.de.

 

 

Presseinformation zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe nach Paragraf 217 des Strafgesetzbuches vom 26.02.2020.

Am 26.02.2020 hat das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zum Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe nach Paragraf 217 des Strafgesetzbuches verkündet.
Hierzu finden Sie u. g. eine Erklärung von Prof. Dr. Roland Repp, Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbands Schleswig-Holstein e.V.:

Presseinformation
Kiel, 26. Februar 2020
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Heute verkündete das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zum Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe nach Paragraf 217 des Strafgesetzbuches.
Dazu erklärte Prof. Dr. Roland Repp, Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbands Schleswig-Holstein:
„Für uns bedeutet die heute getroffene Grundsatzentscheidung vor allem, die Perspektiven und Möglichkeiten einer guten hospizlichen und palliativmedizinischen Versorgung noch stärker als bisher in der breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren.
Unheilbar erkrankten Menschen die Angst vor dem Würdeverlust zu nehmen, durch Schmerztherapien, fürsorgende Pflege und würdevolle Begleitung, das ist unsere Aufgabe.
Die Angebote der Palliativmedizin ermöglichen ein Leben bis zum Schluss – die Beihilfe zum Suizid darf deshalb keine Alternative zur Sterbebegleitung und auch keine Therapieoption sein.
Das Verfassungsgericht hat uns allen mit dem heutigen Urteil aber auch eine Aufgabe gestellt: in einen gesellschaftspolitischen Dialog zu den letzten Fragen des Lebens zu treten und dabei gleichzeitig der Autonomie des unheilbar Erkrankten wie auch der Fürsorge und Solidarität ihm gegenüber Rechnung zu tragen.“

Das Urteil und die Begründung finden Sie hier:

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/02/rs20200226_2bvr234715.html

 

 

 

Ministerium für Soziales, Gesundheit,
Jugend, Familie und Senioren
des Landes Schleswig-Holstein

 

Medien-Information

19.01.2018

Landeskoordinierungsstelle Hospiz- und Palliativarbeit Schleswig-Holstein unterzeichnet Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

KIEL. Der Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbandes Schleswig-Holstein (HPVSH) Dr. Herrmann Ewald und die Geschäftsführerin der Landeskoordinierungsstelle Hospiz- und Palliativarbeit Schleswig-Holstein (LKS) Claudia Ohlsen waren heute (19.1.) anlässlich eines offiziellen Antrittsbesuchs zu Gast bei Sozialminister Dr. Heiner Garg im Kieler Ministerium. Anlässlich des Besuchs unterzeichnete Claudia Ohlsen für die Koordinierungsstelle die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen.

Minister Garg hatte die Charta für das Ministerium bereits 2011 unterzeichnet und begrüßt den heutigen Beitritt: „Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen. Dafür steht die Charta und dafür stehen Land und Koordinierungsstelle. Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass Sterbende im Land gut versorgt und unterstützt werden. Mit der heutigen Unterzeichnung setzt die Koordinierungsstelle zudem ein Zeichen zur weiteren Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in Schleswig-Holstein“.

Mit der Einführung der Charta ist ein bundesweiter, die Bundes-, Landes- und kommunale Ebene und die verschiedenen gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Sektoren übergreifender Prozess in Gang gesetzt worden, der den Fokus auf humane Bedingungen für den Tod legt.

„Die Auseinandersetzung mit den existenziellen Phänomenen Sterben, Tod und Trauer ist vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung chronisch unheilbarer Erkrankungen, des demografischen Wandels sowie sich ändernder gesellschaftlicher Strukturen eine wichtige gesellschaftliche und gesundheitspolitische Aufgabe“, so Ohlsen. Es gelte daher, den internen Dialog der gesellschaftlich und gesundheitspolitisch relevanten Gruppen zur Palliativversorgung zu fördern, aber auch mit einem klaren Bekenntnis zu dem angestoßenen Charta-Prozess in Deutschland ein Zeichen nach außen zu setzen.

Ziel der Landeskoordinierungsstelle ist es, die landesweit etablierte und wichtige ehrenamtliche Tätigkeit in der hospizlichen Begleitung und der Trauerarbeit und die enorme Aufgabenfülle der Hospizversorgung auf der Landesebene durch professionelle Strukturen zu unterstützen und die hospizliche Arbeit im Lande weiterzuentwickeln.
Weitere Info: www.charta-zur-betreuung-sterbender.de und www.hpvsh.de

Anlage: Foto zur freien Verw.: Dr. Ewald, Claudia Ohlsen, Minister Garg. Quelle: MSGFJS