Hospiz- und Palliativverband
Schleswig-Holstein e.V.

 

Der Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein e.V. (HPVSH) ist mit seiner Landeskoordinierungsstelle Hospiz- und Palliativarbeit Schleswig-Holstein zum 1. Juli 2020 umgezogen.

Ab sofort sind wir erreichbar in der Burgstraße 2, 24103 Kiel.

Unsere neuen Nummern lauten:

Telefon: 0431 – 90 88 55 0

Fax: 0431 – 90 88 55 29.

Oder senden Sie uns alternativ auch gern eine Nachricht an info@hpvsh.de.

 

 

 

Niemand soll alleine sterben müssen!

Wir, der Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein e.V., setzen uns mit unseren Mitgliedern – wenn auch aktuell unter extrem erschwerten Bedingungen – auch und vor allem in Zeiten von Covid-19 für ein würdevolles Leben bis zuletzt ein. Denn niemand soll trotz Isolation und Zugangsbeschränkungen alleine, ohne Begleitung und ohne letzte Kontakte nach außen sterben müssen. Gerade jetzt ist es so wichtig, dass wir alle, als Gesellschaft, unsere Menschlichkeit und Solidarität Schwersterkrankten gegenüber nicht verlieren und ihnen zu größtmöglicher Autonomie verhelfen, Geborgenheit und Vertrautheit schaffen – dass wir auf anderem Wege zusammenrücken und diese so wichtigen letzten Kontakte ermöglichen.

Deshalb haben wir das landesweite Projekt
„Digitale Sterbebegleitung in Zeiten der Corona-Pandemie“
initiiert, das unter anderem durch das Städtische Krankenhaus in Kiel und das Institut für Informatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, aber auch durch viele ehrenamtliche Mitarbeiter*innen getragen und unterstützt wird.
Durch einfachste Handhabung von speziell eingerichteten Tablet-Computern soll so ein schneller und unkomplizierter Kontakt auf digitalem Wege möglich sein.

Für die Anschaffung dieser dazu notwendigen Android-Tablets, die den Kontakt zwischen Schwersterkrankten – zu Hause, im Krankenhaus, in Hospizen oder in Pflegeeinrichtungen – und ehrenamtlichen Sterbebegleitern, Seelsorgern, Pflegekräften, Ärzten und nicht zuletzt den Angehörigen ermöglichen sollen, benötigen wir finanzielle Unterstützung. Deshalb haben wir ein Spendenkonto eingerichtet

IBAN: DE12 2105 0170 1002 8983 67
BIC: NOLADE21KIE
bei der Förde Sparkasse
Stichwort: Tablet-Projekt.

Eine Spendenbescheinigung stellen wir selbstverständlich aus, wenn Sie bei der Überweisung Ihre Adresse mit angeben.

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie nähere Informationen zum Projekt – oder sind Sie vielleicht IT-Dienstleister oder im Technik-Handel tätig und möchten Android-Tablets spenden?
Dann wenden Sie sich bitte an die Geschäftsführerin der Landeskoordinierungsstelle Hospiz- und Palliativarbeit Schleswig-Holstein, Claudia Ohlsen, per E-Mail an: ohlsen@hpvsh.de.

Denn Hospizarbeit heißt:
Miteinander füreinander Verantwortung tragen.

Danke

 

Miteinander füreinander

Verantwortung tragen

 

Der Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein e.V. (HPVSH) ist Dachverband und Interessenvertretung der Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Schleswig-Holstein, in denen sich viele hundert Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren. Der HPVSH ist seinerseits Mitglied im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) und arbeitet eng mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zusammen. Er ist konfessionell und politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Den Verband leitet die Charta zur Verbesserung der Situation Schwerstkranker und Sterbender: Menschen jeden Alters, ihre Familien und die ihnen Nahestehenden sollen die bestmögliche medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Versorgung und Begleitung am Lebensende erhalten. Ihnen soll mit Respekt und Würde begegnet werden, unabhängig von Herkunft, sozialer Stellung und religiöser Überzeugung.

Aufgabenfelder sind die Förderung von Vernetzung und Kooperation, Fort- und Weiterbildung sowie Beratung und Begleitung, Ein konstruktiver Dialog mit Gesellschaft und Politik wie eine gute und sensible Öffentlichkeitsarbeit, die sich einer weiteren Enttabuisierung der Themen Sterben, Tod und Trauer widmet, stehen im Mittelpunkt der Arbeit.

Am April 2017 wurde die Landeskoordinierungsstelle Hospiz- und Palliativarbeit Schleswig-Holstein (LKS) in Kiel eröffnet. Sie arbeitet unter der Trägerschaft des HPVSH und wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein.

Die Landeskoordinierungsstelle und der Verband sind erreichbar unter Tel. 0431 – 97102350 oder per E-Mail https://www.hpvsh.de/kontakt.

 

Möchten Sie unsere Arbeit unterstützen? Ihr Interesse ist uns Motivation und Bestärkung.
Sprechen Sie uns bitte an! Auch über eine Spende freuen wir uns.

 

 

Presseinformation zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe nach Paragraf 217 des Strafgesetzbuches vom 26.02.2020.

Am 26.02.2020 hat das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zum Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe nach Paragraf 217 des Strafgesetzbuches verkündet.

Hierzu finden Sie u. g. eine Erklärung von Prof. Dr. Roland Repp, Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbands Schleswig-Holstein e.V.:

Presseinformation
Kiel, 26. Februar 2020

Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Heute verkündete das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zum Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe nach Paragraf 217 des Strafgesetzbuches.
Dazu erklärte Prof. Dr. Roland Repp, Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbands Schleswig-Holstein:
„Für uns bedeutet die heute getroffene Grundsatzentscheidung vor allem, die Perspektiven und Möglichkeiten einer guten hospizlichen und palliativmedizinischen Versorgung noch stärker als bisher in der breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren.
Unheilbar erkrankten Menschen die Angst vor dem Würdeverlust zu nehmen, durch Schmerztherapien, fürsorgende Pflege und würdevolle Begleitung, das ist unsere Aufgabe.
Die Angebote der Palliativmedizin ermöglichen ein Leben bis zum Schluss – die Beihilfe zum Suizid darf deshalb keine Alternative zur Sterbebegleitung und auch keine Therapieoption sein.
Das Verfassungsgericht hat uns allen mit dem heutigen Urteil aber auch eine Aufgabe gestellt: in einen gesellschaftspolitischen Dialog zu den letzten Fragen des Lebens zu treten und dabei gleichzeitig der Autonomie des unheilbar Erkrankten wie auch der Fürsorge und Solidarität ihm gegenüber Rechnung zu tragen.“

Das Urteil und die Begründung finden Sie hier:

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/02/rs20200226_2bvr234715.html

 

 

 

Ehrenpreis in der Kategorie

„Strukturen und Rahmenbedingungen“

geht an das Land Schleswig-Holstein!

 

Für eine vorbildhafte und wegweisende Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativarbeit in Schleswig-Holstein wurde auf dem DHPV-Neujahrsempfang in der Katholischen Akademie in Berlin der Ehrenpreis des Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V. an Dr. Heiner Garg, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren und zweiter stellvertretender Ministerpräsident, verliehen. Besonders betont wurde dabei in der Laudatio durch den Vorsitzenden des DHPV, Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, die zuverlässige Förderung der Hospiz- und Palliativarbeit über Fraktions- und Ministeriumsgrenzen hinweg.
Dieser Preis macht uns dankbar und glücklich – und gilt dabei auch allen, die sich im Ehren- und Hauptamt, im ambulanten und stationären Umfeld, im hospizlichen, palliativmedizinischen und pflegerischen Kontext für sterbende und schwerstkranke Menschen und deren Familien, Freunde, An- und Zugehörige einsetzen, um ein Leben bis zum Schluss in Würde zu ermöglichen – und „um den Tagen mehr Leben zu geben“.

(Foto: Andreas Lemke, (c) DHPV)

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